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Wie heute Bücher entstehen: Globalität in Bonn …

Soeben erhielt ich eine Email aus Indien: In Kürze werde ich die Korrekturfahnen eines Beitrags erhalten, den ich für die englische Version der (höchst lesenswerten!) Bonner Enzyklopädie der Globalität (Hg.: Ludger Kühnhardt und Tilman Mayer) verfaßt habe.
Die Ankündigung machte mich stutzig, denn das Buch erscheint bei Springer Nature, also in Berlin. Es stellt sich also heraus, daß Springer Nature seine englischsprachigen Publikationen von Dienstleistern im englischsprachigen Ausland edieren läßt. Das ist in der heutigen Welt offenbar nichts Ungewöhnliches mehr, aber da das Thema der Enzyklopädie selbst eben die Globalität ist, habe ich einmal kurz recherchiert, wie man sich Globalität im Falle dieser konkreten Buchproduktion vorzustellen hat.

Das Thema meines Aufsatz in dem Band lautet übrigens in der deutschen Version „Kultureller Wandel“; der Aufsatz ist auch einzeln erhältlich, was eine echte Alternative zum Erwerb der ganzen, nicht ganz preiswerten Enzyklopädie ist …

Geld bekomme ich übrigens dafür nicht. Soviel ich weiß. Falls doch: Die Tantiemen aus dem Umsatz mit elektronischen Publikationen in der Wissenschaft bewegen sich im Cent-Bereich …

Seit diesem Jahr melde ich meine Publikationen übrigens auch nicht mehr bei der VG Wort an. Denn nach einer Satzungsänderung verlangt die VG Wort auch von Wissenschaftsautoren den Abschluß eines Verwertungsvertrages, mit dem ich der Verwertungsgesellschaft alle Rechte an allen meinen Werken treuhänderisch abtrete. Für die Nutzer werden sie somit abgabenpflichtig. Dies war bislang anders: Ich konnte mir aussuchen, welche Werke ich schützen lassen wollte. In meinen Augen ist das neue System deutlich restriktiver und benachteiligt die Leser, weshalb ich dankend darauf verzichten werde.

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