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Fukushima-Untersuchungskommission legt Bericht vor

Die vom japanischen Parlament im Dezember 2011 eingesetzte Untersuchungskommission zur nuklearen Erdbebenkatastrophe vom März 2011 hat jetzt ihren offiziellen, 646 Seiten umfassenden Abschlußbericht vorgelegt. Auch die 88-seitige englische Zusammenfassung kann von der Homepage des japanischen Parlaments heruntergeladen werden. Die Kommission unter Leitung von Kurokawa Kiyoshi bestand u.a. aus führenden Wissenschaftlern der Medizin, Chemie, Seismologie (Ishibashi Katsuhiko) und Jura. Fast 1.200 Menschen wurden in 19 öffentlichen Sitzungen und Vor-Ort-Terminen angehört.
Die wichtigste Schlußfolgerung der Kommission lautet in der englischen Zusammenfassung (S. 16):

The TEPCO Fukushima Nuclear Power Plant accident was the result of collusion between the government, the regulators and TEPCO, and the lack of governance by said parties. They effectively betrayed the nation’s right to be safe from nuclear accidents. Therefore, we conclude that the accident was clearly „manmade.“

Autor: Reinhard Zöllner

Geb. 1961. Historiker und Japanologe. Seit 2008 Professor an der Abteilung für Japanologie und Koreanistik der Universität Bonn.

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