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Minami-Soma lehnt weitere Atom-Subventionen ab

Die Stadt Minamisoma 南相馬 in der Präfektur Fukushima wurde nicht nur vom Tsunami am 11. März 2011 schwer getroffen. Sie liegt auch in unmittelbarer Nachbarschaft des AKW Fukushima I. Ganz in der Nähe, in Namie, war bisher auch ein neues Kernkraftwerk geplant. Dafür hat Minamisoma über die vergangenen 25 Jahre 470 Mio. Yen staatliche Subventionen kassiert — eine Art Schmerzensgeld für das nukleare Risiko, das sie auf sich genommen hat.
Nun aber hat die Stadt beschlossen, auf weitere Subventionen zu verzichten. Die Sicherheit des japanischen Volkes sei wichtiger als der Neubau von Atomkraftwerken. Bereits im Juni hatte sich Minamisoma einem Antrag von Aktieneignern von Tepco angeschlossen, der den Ausstieg aus der Atomwirtschaft forderte.

Autor: Reinhard Zöllner

Geb. 1961. Historiker und Japanologe. Seit 2008 Professor an der Abteilung für Japanologie und Koreanistik der Universität Bonn.

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