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Okinawa: Burg Shuri in Naha abgebrannt

Weite Teile der Burg Shuri 首里城, des auf das 15. Jh. zurückgehenden Sitzes der Könige von Ryūkyū 琉球, in Okinawas Hauptstadt Naha 那覇 sind in der Nacht zum 31.10.2019 einem Brand zum Opfer gefallen. Das Feuer wurde gegen 2:40 Uhr entdeckt und konnte erst 11 Stunden später gelöscht werden. Menschen kamen nicht zu Schaden. Ein Wiederaufbau wird bereits geplant. Die Burg war bereits im Zweiten Weltkrieg zerstört und erst 1992 rekonstruiert worden. 2000 wurde sie von der UNESCO als Stätte des Weltkulturerbes registriert.

Burg Shuri (2013)
Thron des Königs von Ryukyu

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Erklärung zur Unterstützung von Künstlern, Wissenschaftlern und Journalisten in Japan

158 Japan-Experten aus vier Kontinenten, darunter 99 Professoren, haben eine Erklärung zur Unterstützung von Künstlern, Wissenschaftlern und Journalisten in Japan unterzeichnet. Sie fordert die japanische Regierung auf, das Recht auf Meinungsfreiheit zu schützen und die Entscheidung rückgängig zu machen, der Aichi Triennal 2019 die finanzielle Unterstützung zu entziehen.
Die Deklaration und die Liste der Unterzeichneten, unter denen sich zahlreiche hochangesehene und altgediente Vertreter der Japanologie finden, ist hier zu finden:
http://kotoba.japankunde.de/?page_id=6780
Eine Auswahl von Kommentaren, die ich von unterzeichnenden Kollegen erhielt:

Such acts cannot be let to stand. Such times as ours demand openness.

It is a very timely and much-needed document.

I almost never sign a petition, but I will make an exception for this case which seems to me extremely serious and worrying.

Bunkacho’s decision is frightening.

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Japan auf Sparkurs: Nur 600.000 Amnestien bei Thronbesteigung

Während die japanische Staatsverschuldung unverdrossen in die Höhe getrieben wird (trotz der Erhöhung der Mehrwertsteuer von 8 auf 10 Prozent ab 1.10.2019), zeigt sich das Kabinett in einem anderen Punkt geradezu geizig: Zur bevorstehenden Thronbesteigung des neuen Kaisers werden nur 600.000 Menschen von einer Amnestie profitieren können, wie sie zu Thronwechseln üblich ist. Zum Vergleich: 1989, beim Ableben des Shōwa-Kaisers, waren es 10 Millionen; 1990, bei der Thronbesteigung Akihitos, 2,5 Millionen. Da die Mehrzahl der Fälle Bußgelder betrifft, könnte man in dieser Sparsamkeit tatsächlich einen Beitrag zur Sanierung des Staatshaushaltes sehen.

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Neuer Akt der Zensur: Staatliche Zuschüsse für Ausstellung in Aichi gestrichen

Am 26. September veröffentlichte die japanische Agentur für kulturelle Angelegenheiten (Bunkachō 文化庁), eine Tochter des Ministeriums für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie, ihre Entscheidung, die finanzielle Unterstützung für die diesjährige Aichi Triennale, eines der größten internationalen Kunstfestivals in Japan, vollständig zu streichen. Die Entscheidung wurde getroffen, nachdem die auf der Triennale ausgestellte Ausstellung am 4. August 2019 nach nur drei Tagen geschlossen werden mußte, da das Büro der Triennale gewaltsam bedroht worden war, einschließlich Ankündigung von Terrorakten, weil die Ausstellung einer „Trostfrau“ eines südkoreanischen Künstlers angeblich die Gefühle des japanischen Volkes verletzte. Der Bürgermeister der Stadt Nagoya forderte, daß die öffentliche finanzielle Unterstützung von der Triennale zurückgezogen werde. Die Agentur hatte ursprünglich zugestimmt, die Triennale mit 78 Millionen Yen (ca. 724 Tsd. USD) zu unterstützen.
Die Agentur behauptet nun, dass die Organisatoren der Triennale,
„in Bezug auf die Ausstellung, trotz der Kenntnis wichtiger Tatsachen, die die Sicherheit der Ausstellungshalle, einschließlich der Besucher, und den reibungslosen Betrieb des Geschäfts bedrohten, die Entscheidung über die Förderfähigkeit [für die Unterstützung durch die Agentur] ohne Angabe dieser Tatsachen erhielten. Nachdem sie einen Zuschußantrag gestellt hatten, erklärten sie diesen Sachverhalt erst, als sie in der anschließenden Screening-Phase eine Anfrage von der Agentur für kulturelle Angelegenheiten erhielten.“
Der Kultusminister hat seitdem bestritten, daß die (äußerst seltene) Entscheidung, die Unterstützung zu streichen, mit dem Inhalt der Ausstellung zusammenhänge und daher als Zensur gelten könne.
Der Gouverneur von Aichi nannte diese Entscheidung jedoch „einen schwerwiegenden Verstoß gegen Artikel 21 der japanischen Verfassung“, der die Meinungsfreiheit garantiert, und kündigte an, gerichtliche Schritte einzuleiten.
Japanische Künstler und Medien standen der Entscheidung der Agentur ebenfalls sehr kritisch gegenüber. Die Asahi Shimbun bemerkte, daß sie „international zu Mißtrauen und Verachtung gegenüber der japanischen Kulturverwaltung führen kann“. Die Mainichi Shimbun forderte, daß „die politische Macht nicht in der Lage sein sollte, Ausstellungsinhalte und Werke durch Subventionsentscheidungen auszuwählen“.

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Gunkanjima: Umstrittenes UNESCO-Welterbe

Seit 2015 gehört die Insel Hashima, besser bekannt als Gunkanjima („Schlachtschiff-Insel“), nahe Nagasaki zum UNESCO-Welterbe — als Zeugnis der Geschichte der Industrialisierung Kyūshūs. Doch Südkorea macht Protest geltend, da hier auch südkoreanische Zwangsarbeiter zum Einsatz gekommen seien.
Hier mein Filmbericht über einen Besuch auf der Insel:

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Diplomatischer Bankrott

How much longer must we endure the monumental diplomatic incompetence of this government?

 fragt die konservative südkoreanische Chosun Ilbo und meint damit die bislang verheerende Bilanz der Regierung Moon. Teil davon ist die desaströse Verschlechterung des Verhältnisses zu Japan. Soeben haben sich beide Länder die Privilegierung im Außenhandel gegenseitig entzogen — mit negativen Folgen auf beiden Seiten. Ein anderer Teil betrifft die Tatsache, daß Nordkorea nach Expertenberichten inzwischen über 30 bis 40 atomare Sprengköpfe verfügen könnte — und damit endgültig unangreifbar wäre. Also insgesamt: Nichts erreicht außer einer dramatischen Verschlechterung der eigenen Position.
 
 
 

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