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Trump: Kim Jong-Un glaubt an mich!

Der im eigenen Land auch wegen seiner Politik gegenüber Nordkorea unter heftige Kritik geratene US-Präsident Donald Trump hat sich am 6. September 2018 in einem Tweet seines Twitter-Kanals bei Nordkoreas Diktator Kim Jong-Un für dessen „unerschütterlichen Glauben an Präsident Trump“ bedankt:

Es ist gut zu wissen, daß Trump noch treue Freunde hat. Ob dies auch zur Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel beiträgt, muß sich jedoch erst noch erweisen.

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Atomkraftwerk auf Hokkaidō nach Erdbeben 10 Stunden ohne Stromzufuhr

Die Stromzufuhr des aus drei Reaktoren bestehenden Atomkraftwerks Tomari 泊発電所 im Süden der japanischen Insel Hokkaidō 北海道 kam nach einem schweren Erdbeben in der Nacht zum 6. September 2018 zehn Stunden lang vollständig zum Erliegen. Der Betrieb des Kraftwerks, das mit 2.070 MW rund 40 % des Gesamtstromverbrauchs der Insel bedienen soll, ruht seit dem Atomunfall von Fukushima 2011, doch lagern in den Abklingbecken der Reaktoren mehr als 1.500 radioaktive Brennstäbe. Mittlerweile ist die Stromzufuhr wiederhergestellt. Die Wiederaufnahme des Betriebs sollte in wenigen Wochen erfolgen. Dies erscheint nun jedoch fraglich.
Doch nicht nur das Kernkraftwerk war betroffen. „Außerhalb jeder Erwartung“ (sōteigai 想定外) des zuständigen Energieministeriums mußten auch die drei thermischen Kohlekraftwerke des Kraftwerkomplexes Tomatōatsuma 苫東厚真発電所 in der Nacht ihren Betrieb einstellen. Dadurch entstand auf einen Schlag ein Verlust von 1.650 MW Leistung. In Atsuma 厚真 erreichte die Stärke des Erdbebens die Stufe 7 auf der japanischen Skala — ein Spitzenwert, der auf katastrophale Verwerfungen an der Oberfläche hinweist. Mehr als 20 Menschen wurden bei einem verheerenden Erdrutsch verschüttet, der auch Häuser und Straßen unter sich begrub. Das Erdbeben ereignete sich kurz nach 3 Uhr nachts (05:03:59 UTC) nahe Tomakomai 苫小牧 in einer Tiefe von 35 km mit einer Raumwellenmagnitude von 4,4 mb. Ihm folgten stundenlang schwere Nachbeben.

Die vollständige Wiederherstellung der Stromversorgung auf der Insel wird es nach Mitteilung des Wirtschaftsministeriums eine Woche dauern. Doch die Folgen des Bebens, das in weiten Teilen Japans zu spüren war, gehen weit darüber hinaus. Selbst in Sapporo 札幌, der größten Stadt Hokkaidōs, trat Bodenverflüssigung auf und beschädigte Straßen und Bauwerke.
Zur Beratung von Ausländern, die von dem Beben betroffen sind, hat die Präfektur telefonische Hotlines in englischer, chinesischer und koreanischer Sprache eingerichtet.

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„Frieden schaffen ohne Waffen“ — Eine Kampagne zur Erhaltung des Artikels 9 der japanischen Verfassung

Die folgende Erklärung einer Gruppe in Japan wirkender Friedensaktivisten erreichte mich. Ich gebe sie gern an die Öffentlichkeit weiter, um auf die zahlreichen Versuche hinzuweisen, den berühmten Artikel 9 der jetzigen japanischen Verfassung vor der durch die Regierung Abe Shinzōs geplanten Veränderung zu bewahren. Die inhaltliche Verantwortung für diesen Text liegt bei den Autoren. Alle Verweise und Fußnoten stammen von mir.

FRIEDEN SCHAFFEN OHNE WAFFEN – Taking Article 9 to the United Nations [SA9-CAMPAIGN]

Wie können wir erreichen, dass abgerüstet wird und ein gerechter und geordneter Friede geschaffen werden kann? Leider ist seit dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts von 1994 die Frage eines universellen, echten Systems kollektiver Sicherheit, das die UNO-Charta (und u.a. auch die deutsche Verfassung) vorsah (und im Prinzip immer noch vorsieht), vom Tisch. Stattdessen bereiten sich Nationen unter dem Vorwand der kollektiven Selbstverteidigung auf einen Krieg vor. Angesichts der drohenden Gefahr eines Atomkrieges entsteht damit eine extrem gefährliche Situation. Was die Meisten von Euch vielleicht nicht wissen ist, dass die UNO-Charta eine Übergangszeit vorsieht, vom Jetztzustand des bewaffneten (Un)Friedens zum aktiven, unbewaffneten Frieden; während des Übergangs ist es Aufgabe der 5 ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats dafür zu sorgen, dass der Übergang friedlich verläuft. Maßnahmen gegen potentielle Friedensbrecher werden einstimmig beschlossen.

Für den Übergang zu echter kollektiver Sicherheit und Abrüstung ist der japanische Artikel 9 eine wichtige Rechtsgrundlage und ein Präzedenzfall. Eine Folgebestimmung ist Artikel 24 des Bonner Grundgesetzes der, wenn er umgesetzt wird, den Übergang einleiten kann. Japan ist eine der wenigen Nationen, die noch an dem Verfassungsziel festhalten und dem Staat das Recht verweigern, Konflikte durch die Androhung und die Anwendung militärischer Gewalt zu lösen. Noch ist kein Land — außer Deutschland könnte auch ein anderes Land dem Sicherheitsrat „durch Gesetz“ Hoheitsrechte übertragen — dem japanischen Artikel 9 nachgefolgt. Auch der japanisch-amerikanische Sicherheitsvertrag (Nichi-Bei Anpo) ist noch „in Kraft“ und wird es auch bleiben, solange keine „Abkommen der Vereinten Nationen über (kollektive Sicherheit) in Kraft getreten sind, welche die Aufrechterhaltung des internationalen Friedens und der Sicherheit in der japanischen Region zufriedenstellend garantieren könnten.“ (Artikel X) Da die kollektive Sicherheit aber (s.o.) vom Tisch ist, wächst der Druck auf Japan, sich an militärischen, so genannten friedenserhaltenden Operationen zu beteiligen.

Der Artikels 9 war die Idee des japanischen Diplomaten und Nachkriegs-Ministerpräsidenten Kijuro Shidehara (1872–1951). Am 24. Januar 1946 besuchte er den amerikanischen General Douglas MacArthur (1880–1964) in Tokio. Auf diesem Treffen schlug Shidehara vor, einen Artikel in die neue Verfassung aufzunehmen, der den Krieg als souveränes Recht der Nation ächtet. MacArthur stimmte begeistert zu.

Der Diplomat Shidehara hatte sich schon früh dem Thema des Rechtsfriedens gewidmet. Als 1899 die Erste Haager Friedenskonferenz stattfand war er bereits auf dem Weg nach London. Als Minister in Holland und Dänemark war er 1914/15 Zeuge der Antikriegs- und Friedensbewegung in Den Haag, war von 1919 bis 1922 Botschafter in Washington, wo er die Verhandlungen zur Flottenabrüstung leitete, wurde 1924 Außenminister und war für seine Friedensdiplomatie (heiwa gaikō) bekannt.

Einer seiner Lieblingssätze war: „Où règne la justice, les armes sont inutiles!“1 Shidehara war Buddhist und pflegte zu sagen: „Was der Buddhismus lehrt, das Gesetz von Ursache und Wirkung getreu den Taten (inga ōhō), gilt auch in den internationalen Beziehungen.“

Während des Krieges mussten Kabinettsmitglieder und Mitglieder des House of Peers der japanischen Einheitspartei (Taisei Yokusankai) beitreten. Baron Shidehara wurde ebenfalls aufgefordert beizutreten, weigerte sich aber standhaft. Ein Beamter des Sekretariats warnte: „Wenn Sie dem Yokusankai nicht beitreten, könnte es Schwierigkeiten für Sie geben.“ Shidehara antwortete: „Ich habe die Warnung gehört, aber ich beabsichtige nicht, meine Meinung zu ändern.“ Als ein Mann von einzigartiger Integrität, Pazifist und Patriot zugleich, war Shidehara unter seinen Zeitgenossen respektiert und geachtet.

Japaner betrachten den Artikel 9 als Welterbe (sekai isan) und Schlüssel zum Weltfrieden. Sie haben erkannt, dass die Einschränkung der staatlichen Souveränität, der Japan zugestimmt hat, eine notwendige Voraussetzung ist, um einen internationalen Frieden auf der Grundlage von Gerechtigkeit und Ordnung zu errichten. In vieler Hinsicht ist Artikel 9 Japans Antwort — nicht nur auf Hiroshima und Nagasaki, sondern auch – auf Immanuel Kants Idee vom ewigen Frieden. Im Kontext des Verfassungsrechts ist der Artikel ein Appell an die Nationen, gesetzgeberisch tätig zu werden, um die UNO mit den für die Friedenssicherung notwendigen Vollmachten auszustatten.

Wir möchten erreichen, dass der Artikel 9 der japanischen Verfassung in der Vollversammlung der Vereinten Nationen zum Anlass genommen wird, eine Debatte über die Abschaffung des Krieges und aller militärischen Einrichtungen zu eröffnen und die Vereinten Nationen zu ermächtigen, ihre Aufgaben wirksam wahrzunehmen. Die irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Corrigan Maguire versicherte uns bereits ihrer „Unterstützung für diesen ausgezeichneten Vorschlag.“ Erst kürzlich hatte auch der ehemalige UNO-Generalsekretär Kofi Annan uns seine Unterstützung zugesagt. Es ist ein großes Unglück, dass Kofi Annan nun nicht mehr unter uns weilt. Hätte er gelebt, wäre er wahrscheinlich, wie er in unseren Gesprächen versprochen hatte, nachdem wir Freunde auf Facebook geworden waren, für unsere SA9-Kampagne eingetreten.

Bitte unterstützt und verbreitet die Botschaft der SA9-Kampagne! Danke!

Die Initiatoren der SA9-Kampagne:
Mikihiko Ohmori, Kazutoshi Abe, Toshi Uehara und Klaus Schlichtmann


1„Wo das Recht herrscht, sind Waffen unnötig!“ Das Zitat stammt vom katholischen Geistlichen und Humanisten Jacques Amyot.

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Neue Bilder aus dem Yushima Seidō

2016 hatte ich Filmaufnahmen aus Tōkyōs einzigem konfuzanischen Tempel, dem Yushima Seidō 湯島聖堂 in Ochanomizu 御茶ノ水, hier vorgestellt. In diesem Sommer ging ich noch einmal hin (es ist tatsächlich seit langem einer meiner Lieblingsorte in Tōkyō) und hatte diesmal Gelegenheit, das Innere der normalerweise verschlossenen Halle des Großen Werdens zu betreten. Dies nahm ich zum Anlaß, meinen Yushima-Film grundlegend zu überarbeiten und auch mit gesprochenen Erläuterungen zu versehen. Die neue Version (mit deutschen und englischen Untertiteln) findet sich unter:

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Angel Road: Für Paare — aber nur bei Ebbe

In Tonoshō, der kleinen Hafenstadt auf der Insel Shōdoshima in der Seto-Inlandssee, findet sich ein Sandstrand, der nur bei Ebbe zugänglich ist und die Insel mit drei kleinen vorgelagerten Inselchen verbindet. Findige Tourismusexperten haben den Strand mit dem Namen „Angel Road“ versehen und zum Ausflugsziel für Liebespaare erklärt: Wer ihn Hand in Hand beschreitet, über den wird seinerseits der Boddhisatva Jizō, vertreten durch eine kleine Stele, seine hütende Hand halten.

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Die Kanka-Schlucht auf Shōdoshima

Die nördlich von Shikoku gelegene Insel Shōdoshima 小豆島 ist mit 153 km2 gar nicht einmal so klein: Sie liegt der Fläche nach insgesamt an 19. Stelle aller japanischen Inseln und ist nach Awajishima die zweitgrößte Inseln in der Seto-Inlandssee. Historisch und touristisch bekannt ist sie vor allem durch die Kanka-Schlucht (Kankakei 寒霞渓), die seit dem Altertum zu den drei schönsten Schluchten Japans gezählt wird. Ein Besuch dort verrät, warum. Ich empfehle, die Untertitel (deutsch oder englisch) einzuschalten.

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