{"id":5042,"date":"2015-12-09T23:31:08","date_gmt":"2015-12-09T22:31:08","guid":{"rendered":"http:\/\/kotoba.japankunde.de\/?p=5042"},"modified":"2015-12-09T23:31:08","modified_gmt":"2015-12-09T22:31:08","slug":"mutmaslicher-koreanischer-bombenleger-bei-ruckkehr-nach-japan-verhaftet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kotoba.japankunde.de\/?p=5042","title":{"rendered":"Mutma\u00dflicher koreanischer Bombenleger bei R\u00fcckkehr nach Japan verhaftet"},"content":{"rendered":"<p>Ein 27-j\u00e4hriger Koreaner, der im Verdacht steht, am 23.11. in einer Toilette des Yasukuni-Schreins in T\u014dky\u014d eine Zeitbombe deponiert zu haben, ist bei dem Versuch, erneut nach Japan einzureisen, am 9. Dezember auf dem Flughafen von Haneda <a href=\"http:\/\/news.tbs.co.jp\/newseye\/tbs_newseye2655043.html\">verhaftet<\/a> worden.<br \/>\nDie Bombe explodierte am 23.11., kurz nachdem der Mann die Toilette verlassen und in sein Hotel zur\u00fcckgekehrt war, wie Videoaufzeichnungen ergaben. Es entstand  <a href=\"http:\/\/www.theguardian.com\/world\/2015\/nov\/23\/bomb-explodes-in-bathroom-at-controversial-tokyo-war-shrine\">geringer Sachschaden<\/a>. Der Polizei gelang es durch die Auswertung von <a href=\"http:\/\/english.chosun.com\/site\/data\/html_dir\/2015\/12\/07\/2015120701113.html\">Video\u00fcberwachung<\/a>, den Weg des Mannes in sein Hotel und seine Identit\u00e4t zu ermitteln. Japanische Journalisten sp\u00fcrten ihn in Korea auf und f\u00fchrten ein <a href=\"http:\/\/english.chosun.com\/site\/data\/html_dir\/2015\/12\/09\/2015120901052.html\">Telefoninterview<\/a>, in dem er allerdings angab, nichts von der Bombe zu wissen. Bei seiner erneuten Einreise nach Japan gab er an, er habe die Toilette des Schreins besichtigen wollen, um sich selbst ein Bild zu machen; er &#8222;wisse nichts Genaues&#8220; \u00fcber das Attentat, sagte er der japanischen Polizei.<br \/>\nNach koreanischen Medienangaben wurde der Mann vor kurzem aus der s\u00fcdkoreanischen Armee entlassen und lebte allein. Die japanische Polizei h\u00e4lt ihn f\u00fcr einen Einzelt\u00e4ter.<br \/>\nDer Yasukuni-Schrein geh\u00f6rt zu den in Korea und China besonders verha\u00dften, weil als Symbol des japanischen Imperialismus betrachteten japanischen Ged\u00e4chtnisorte. Hier wird auch die Erinnerung an die als Kriegsverbrecher hingerichteten Politiker und Milit\u00e4rs der Kriegsjahre hochgehalten.<br \/>\nNachdem bekannt wurde, da\u00df sich der Verdacht gegen einen Koreaner richtete, <a href=\"http:\/\/www.chosunonline.com\/site\/data\/html_dir\/2015\/12\/04\/2015120402472.html\">warnte<\/a> S\u00fcdkoreas Regierung ihre Landsleute daf\u00fcr, sich bei Besuchen in Japan dem Yasukuni-Schrein oder Versammlungen japanischer Rechtsradikaler zu n\u00e4hern. Die s\u00fcdkoreanische Presse <a href=\"http:\/\/www.chosunonline.com\/site\/data\/html_dir\/2015\/12\/09\/2015120902414.html\">r\u00e4tselt<\/a>, warum der Mann erneut nach Japan fuhr, obwohl er von dem Verdacht gegen sich wu\u00dfte. Er hat sich weder eindeutig zur Tat bekannt noch sie geleugnet, so da\u00df selbst die Spekulation, er wolle in einer Gerichtsverhandlung ein politisches Fanal setzen, unwahrscheinlich ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein 27-j\u00e4hriger Koreaner, der im Verdacht steht, am 23.11. in einer Toilette des Yasukuni-Schreins in T\u014dky\u014d eine Zeitbombe deponiert zu haben, ist bei dem Versuch, erneut nach Japan einzureisen, am 9. Dezember auf dem Flughafen von Haneda verhaftet worden. Die Bombe explodierte am 23.11., kurz nachdem der Mann die Toilette verlassen und in sein Hotel zur\u00fcckgekehrt war, wie Videoaufzeichnungen ergaben. Es entstand geringer Sachschaden. Der Polizei gelang es durch die Auswertung von Video\u00fcberwachung, den Weg des Mannes in sein Hotel und seine Identit\u00e4t zu ermitteln. 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