{"id":4946,"date":"2015-10-16T17:22:43","date_gmt":"2015-10-16T15:22:43","guid":{"rendered":"http:\/\/kotoba.japankunde.de\/?p=4946"},"modified":"2023-02-15T22:37:58","modified_gmt":"2023-02-15T21:37:58","slug":"zum-aktuellen-stand-der-radioaktivitat-in-japan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kotoba.japankunde.de\/?p=4946","title":{"rendered":"Zum aktuellen Stand der Radioaktivit\u00e4t in Japan"},"content":{"rendered":"<p><em>Eine Leserin dieses Webblogs hat mich per Email gefragt, wie hoch die Radioaktivit\u00e4t in Japan derzeit sei, weil sie vorhabe, dorthin zu reisen. Da die Auskunft auch f\u00fcr andere interessant sein k\u00f6nnte, ver\u00f6ffentliche ich sie deshalb in dieser Form.<\/em><\/p>\n<p>Die Pr\u00e4fektur Fukushima <a href=\"http:\/\/fukushima-radioactivity.jp\">ver\u00f6ffentlicht<\/a> laufend die Me\u00dfergebnisse zur radioaktiven Strahlung in Echtzeit. Deutlich erh\u00f6hte Strahlung wird lediglich in dem bereits bekannten, teilweise bis heute nicht betretbaren Areal um das AKW Fukushima II sowie in einem nordwestlich von dort verlaufenden Korridor gemessen, der maximal 50 km vom AKW entfernt endet. In allen \u00fcbrigen Teilen der Pr\u00e4fektur liegt die Radioaktivit\u00e4t auf dem vor der Katastrophe \u00fcblichen, nat\u00fcrlichen Niveau (lila markiert = maximal 0,25 Mikrosievert\/Stunde).<\/p>\n<p>Auf der Karte mit <a href=\"http:\/\/fukushima-radioactivity.jp\/country-mapsearch.php\">Me\u00dfwerten in Echtzeit f\u00fcr ganz Japan<\/a> zeigt sich, da\u00df es au\u00dferhalb des beschriebenen Gebiets in Fukushima keinen einzigen Me\u00dfpunkt gibt, der diesen Wert \u00fcberschreitet. De facto liegen die Werte noch weit darunter: In den Pr\u00e4fekturen Hiroshima und Saitama bei 0,1, in Aomori und Yamanashi bei 0,02 Mikrosievert\/Stunde, um die Extremwerte zu nennen. In Tokyo liegt die Strahlung bei 0,03 Mikrosievert\/Stunde. Bei einer Exposition von 0,1 Mikrosievert\/h ergibt sich eine Jahresdosis von 0,9 Millisievert, was <a href=\"http:\/\/www.bfs.de\/DE\/themen\/ion\/umwelt\/natuerliche-strahlenbelastung\/natuerliche-strahlenbelastung_node.html\">unterhalb des Wertes f\u00fcr Deutschland<\/a> (1,1 Millisievert) liegt.<br \/>\nJahreszeitliche Schwankungen sind mir in diesem Zusammenhang nicht bekannt.<\/p>\n<p>Die radioaktive Belastung von Lebensmitteln aus der Pr\u00e4fektur Fukushima wird st\u00e4ndig kontrolliert. Lebensmittel, welche die \u00e4u\u00dferst strengen Grenzwerte \u00fcberschreiten, gelangen nicht in den Handel. Der Genu\u00df von gr\u00fcnem Tee aus Japan ist daher unbedenklich.<\/p>\n<p>Japan-Touristen werden die meiste Radioaktivit\u00e4t tats\u00e4chlich w\u00e4hrend ihres Fluges aufnehmen; dies hat jedoch mit Fukushima nichts zu tun. Je nach Sonnenaktivit\u00e4t und Flugh\u00f6he nimmt man bei einem einfachen <a href=\"http:\/\/www.bfs.de\/DE\/themen\/ion\/umwelt\/luft-boden\/flug\/flug.html\">Flug von Frankfurt nach Tokyo<\/a> 45 bis 110 Mikrosievert auf. Dies entspricht aktuell zwischen 19 und 46 Tagen Aufenthalt in Hiroshima.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Leserin dieses Webblogs hat mich per Email gefragt, wie hoch die Radioaktivit\u00e4t in Japan derzeit sei, weil sie vorhabe, dorthin zu reisen. Da die Auskunft auch f\u00fcr andere interessant sein k\u00f6nnte, ver\u00f6ffentliche ich sie deshalb in dieser Form. Die Pr\u00e4fektur Fukushima ver\u00f6ffentlicht laufend die Me\u00dfergebnisse zur radioaktiven Strahlung in Echtzeit. Deutlich erh\u00f6hte Strahlung wird lediglich in dem bereits bekannten, teilweise bis heute nicht betretbaren Areal um das AKW Fukushima II sowie in einem nordwestlich von dort verlaufenden Korridor gemessen, der maximal 50 km vom AKW entfernt endet. 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