{"id":4850,"date":"2015-08-14T17:43:32","date_gmt":"2015-08-14T15:43:32","guid":{"rendered":"http:\/\/kotoba.japankunde.de\/?p=4850"},"modified":"2015-08-15T13:43:27","modified_gmt":"2015-08-15T11:43:27","slug":"davon-mussen-wir-auch-in-zukunft-erzahlen-ministerprasident-abes-rede-zum-70-jahrestag-des-kriegsendes","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kotoba.japankunde.de\/?p=4850","title":{"rendered":"&#8222;Davon m\u00fcssen wir auch in Zukunft erz\u00e4hlen&#8220;: Ministerpr\u00e4sident Abes Rede zum 70. Jahrestag des Kriegsendes"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>70 Jahre nach Kriegsende m\u00fcssen wir nach meiner \u00dcberzeugung in aller Ruhe einen Blick zur\u00fcck auf den Weg, der in den letzten Weltkrieg gef\u00fchrt hat, auf die Pfade nach dem Krieg, auf das Zeitalter des 20. Jahrhunderts werfen und aus den Lehren dieser Geschichte Einsichten f\u00fcr die Zukunft gewinnen.<br \/>\nIn der Welt vor hundert Jahren breiteten sich riesige Kolonialreiche aus, in deren Mittelpunkt die Staaten des Westens standen. Vor dem Hintergrund ihrer \u00fcberw\u00e4ltigenden technologischen \u00dcberlegenheit ergriff die Woge der Kolonialherrschaft im 19. Jahrhundert auch Asien. Zweifellos ist das damalige Krisengef\u00fchl f\u00fcr Japan zur Triebkraft seiner Modernisierung geworden. Es errichtete den ersten Verfassungsstaat in Asien und schaffte es, seine Unabh\u00e4ngigkeit bis zuletzt zu wahren. Der Japanisch-Russische Krieg<a name=\"t1\"><a href=\"#f1\"><sup>1<\/sup><\/a><\/a> gab vielen Menschen in Asien und Afrika, die unter kolonialer Herrschaft standen, neuen Mut.<br \/>\nNach dem Ersten Weltkrieg, der die gesamte Erde erfa\u00dft hatte, verbreitete sich die Bewegung f\u00fcr nationale Selbstbestimmung, und die Kolonialisierung wurde gebremst. Dieser Krieg forderte 10 Millionen Opfer und war ein grausamer Krieg. Die Menschen w\u00fcnschten sich sehnlich Frieden, gr\u00fcndeten den V\u00f6lkerbund und brachten Nichtkriegsvertr\u00e4ge hervor. Eine neue Str\u00f6mung in der Weltgesellschaft wurde geboren, die den Krieg selbst \u00e4chten wollte.<a name=\"t2\"><a href=\"#f2\"><sup>2<\/sup><\/a><\/a><br \/>\nZun\u00e4chst schlo\u00df sich auch Japan dieser Richtung an. Doch dann brach die Weltwirtschaftskrise aus, und die Staaten des Westens bauten ihre Wirtschaftsbl\u00f6cke unter Einschlu\u00df der Kolonien aus, wodurch die japanische Wirtschaft einen gewaltigen Schock erlitt. Da versuchte Japan, dessen Gef\u00fchl der Isolierung sich vertieft hatte, die au\u00dfenpolitische und wirtschaftliche Ausweglosigkeit durch Anwendung von Gewalt zu durchbrechen. Das innenpolitische System konnte dies nicht aufhalten. So verlor Japan das Interesse der Welt aus den Augen.<br \/>\nZun\u00e4chst der Manjurei-Zwischenfall, dann der Austritt aus dem V\u00f6lkerbund.<a name=\"t3\"><a href=\"#f3\"><sup>3<\/sup><\/a><\/a> Japan wurde allm\u00e4hlich zu einer &#8222;Herausforderung&#8220; der &#8222;neuen internationalen Ordnung&#8220;, welche die Weltgesellschaft auf den heftigen Opfern [des Ersten Weltkrieges] errichten wollte. Es verfehlte die Richtung und beschritt den Weg in den Krieg.<br \/>\nDann vor 70 Jahren: Japan verlor den Krieg.<br \/>\n70 Jahre nach dem Krieg neige ich mein Haupt tief vor dem Leben aller Menschen, die im In- und Ausland untergegangen sind, dr\u00fccke mein tiefes Bedauern aus und gebe mich aufrichtig wahrer Trauer hin.<br \/>\nIm letzten Krieg verloren 3 Millionen Landsleute ihr Leben. Menschen, die in Sorge um das Schicksal ihres Vaterlandes und mit dem Wunsch, ihre Familien m\u00f6gen gl\u00fccklich werden, auf dem Feld verwehten. Menschen, die nach dem Krieg in der fernen Fremde grausamer K\u00e4lte oder gl\u00fchender Hitze ausgesetzt waren und unter Hunger und Krankheit litten und starben. Durch die Atombomben von Hiroshima und Nagasaki, durch die Bombardierung der St\u00e4dte, angefangen von T\u014dky\u014d, durch den Landkrieg zum Beispiel auf Okinawa wurden viele Zivilisten erbarmungslos geopfert.<br \/>\nAuch in den L\u00e4ndern, gegen die wir Krieg f\u00fchrten, verloren unz\u00e4hlige junge Menschen, denen die Zukunft geh\u00f6rt h\u00e4tte, ihr Leben. In China, S\u00fcdostasien, auf den pazifischen Inseln und wo sonst immer Krieg herrschte, litten viele unschuldige B\u00fcrger nicht nur unter Krieg, sondern auch zum Beispiel unter Nahrungsmangel, und wurden zu Opfern. Wir d\u00fcrfen auch nicht vergessen, da\u00df im Schatten der Schlachtfelder auch Frauen lebten, deren Ehre und W\u00fcrde tief verletzt wurden.<br \/>\nEs ist eine Tatsache, da\u00df unser Land Menschen, die keine Schuld hatten, unerme\u00dflichen Schaden und Leid zugef\u00fcgt hat. Geschichte kennt tats\u00e4chlich keine Wiedergutmachung und ist hart. Jeder einzelne besa\u00df sein eigenes Leben, seine Tr\u00e4ume, seine geliebte Familie. Wenn ich diese selbstverst\u00e4ndliche Tatsache gr\u00fcndlich bedenke, fehlen mir heute noch alle Worte; ich kann meinen tief empfundenen Schmerz nicht unterdr\u00fccken.<br \/>\n\u00dcber diesen gro\u00dfen und wertvollen Opfern steht unser heutiger Friede. Dies ist der Ausgangspunkt von Japan in der Nachkriegszeit.<br \/>\nWir d\u00fcrfen die Katastrophe des Krieges nicht wiederholen.<br \/>\nZwischenfall, Invasion, Krieg. Keinerlei Drohung oder Anwendung von Gewalt darf erneut als Mittel benutzt werden, um internationale Streitigkeiten zu l\u00f6sen. Wir m\u00fcssen eine Welt schaffen, in der f\u00fcr alle Zeiten Abschied vom Kolonialismus genommen und das Selbstbestimmungsrecht der V\u00f6lker geachtet wird.<br \/>\nGemeinsam mit tiefer Reue f\u00fcr den letzten Krieg hat unser Land dies gelobt. Wir haben in Freiheit einen demokratischen Staat errichtet, die Herrschaft des Rechts betont und sind dem Gel\u00fcbde, nie wieder Krieg zu f\u00fchren, treu geblieben. W\u00e4hrend wir f\u00fcr den Weg als Friedensstaat in den vergangenen 70 Jahren leisen Stolz empfinden, werden wir auch hernach diesen unverr\u00fcckbaren Kurs konsequent fortsetzen.<br \/>\nUnser Land hat wegen seines Verhaltens im letzten Krieg mehrfach das Gef\u00fchl tiefempfundener Reue und von Herzen kommender Abbitte ausgedr\u00fcckt. Um diese Gedanken in wirklicher Tat zu zeigen, haben wir uns die Leidensgeschichte unserer Nachbarn in Asien, der L\u00e4nder S\u00fcdostasiens, angefangen von Indonesien und Philippinen, sowie Taiwans, S\u00fcdkoreas und Chinas zu Herzen genommen und uns nach dem Krieg konsequent f\u00fcr ihren Frieden und ihr Wohlergehen eingesetzt.<br \/>\nDieser Standpunkt der vergangenen Regierungen bleibt auch in Zukunft unersch\u00fcttert.<br \/>\nWir k\u00f6nnen aber, wie sehr auch immer wir uns anstrengen, den Schmerz der Menschen, die ihre Familien verloren haben, und die bitteren Erinnerungen der Menschen, die unter gro\u00dfem Elend leiden mu\u00dften, auch hernach nicht heilen.<br \/>\nDeshalb m\u00fcssen wir uns dies zu Herzen nehmen.<br \/>\nDa\u00df nach dem Krieg mehr als 6 Millionen Vertriebene<a name=\"t4\"><a href=\"#f4\"><sup>4<\/sup><\/a><\/a> aus Asien und dem Pazifischen Raum heil zur\u00fcckkehrten und eine Triebkraft des japanischen Aufbaus wurden. Da\u00df fast 3.000 japanische Kinder, die in China zur\u00fcckgelassen worden waren, dort heil aufwachsen und wieder den Boden ihres Vaterlandes betreten durften. Da\u00df die ehemaligen Kriegsgefangenen aus den USA, Gro\u00dfbritannien, den Niederlanden und Australien seit langen Jahren Japan besuchen und f\u00fcr das Seelenheil der Gefallenen beider Seiten wirken.<br \/>\nWelche inneren K\u00e4mpfe, welche Anstrengungen waren wohl n\u00f6tig, damit die Chinesen, die im Krieg bis zum \u00c4u\u00dfersten gelitten hatten, und die ehemaligen Kriegsgefangenen, die unter der japanischen Armee uns\u00e4gliches Leid erfahren hatten, dies erlauben konnten.<br \/>\nDaran m\u00fcssen wir uns erinnern.<br \/>\nDer Geist der Vergebung hat es erm\u00f6glicht, da\u00df Japan nach dem Krieg in die Weltgesellschaft zur\u00fcckkehren konnte. Anl\u00e4\u00dflich des 70. Jahrestages des Kriegsendes m\u00f6chte ich allen L\u00e4ndern und allen Menschen, die sich f\u00fcr Vers\u00f6hnung eingesetzt haben, meinen von Herzen kommenden Dank aussprechen.<br \/>\nIn Japan sind jetzt mehr als 80 Prozent der Bev\u00f6lkerung nach dem Krieg geboren. Wir d\u00fcrfen unseren Kindern und Enkeln sowie den Kindern der kommenden Generationen, die mit diesem Krieg nichts zu tun haben, das Schicksal, immer wieder um Entschuldigung zu bitten, nicht aufb\u00fcrden. Dennoch m\u00fcssen wir Japaner uns immer wieder von neuem, \u00fcber die Generationen hinweg, aufrichtig mit der Geschichte konfrontieren. Wir haben die Verantwortung, die Vergangenheit in Demut entgegenzunehmen und an die Zukunft weiterzugeben.<br \/>\nDie Generation unserer Eltern und unserer Gro\u00dfeltern hat die verbrannte Erde und das Tal der Armut nach dem Krieg \u00fcberstanden. Unsere gegenw\u00e4rtige Generation kann f\u00fcr die n\u00e4chste Generation die Zukunft sichern. Das verdanken wir den unerm\u00fcdlichen Anstrengungen unserer Vorfahren ebenso wie den wirklich zahlreichen Staaten, gegen die wir heftig Krieg gef\u00fchrt haben, begonnen mit den USA, Australien und den L\u00e4ndern Europas, die jenseits von Liebe und Ha\u00df uns ihre wohlgesonnenen und hilfreichen H\u00e4nde entgegengestreckt haben.<br \/>\nDavon m\u00fcssen wir auch in Zukunft erz\u00e4hlen. Die Lehren der Geschichte tief verinnerlichen, eine bessere Zukunft gestalten, uns f\u00fcr Frieden und Wohlstand in Asien und in der Welt einsetzen: das ist unsere gro\u00dfe Verantwortung.<br \/>\nWir nehmen uns weiter zu Herzen, da\u00df wir in der Vergangenheit versucht haben, uns mit Gewalt einen Ausweg aus der selbstverschuldeten Sackgasse zu bahnen. Gerade deshalb mu\u00df unser Land jeden Konflikt unter Beachtung der Herrschaft des Rechts ohne Anwendung von Gewalt, auf friedliche und diplomatische Weise l\u00f6sen. Dieses Prinzip werden wir auch hernach streng beachten und auch auf die Staaten der Welt dahingehend einwirken. Als einziger Staat, der Opfer des kriegerischen Einsatzes von Atombomben wurde, streben wir die Nichtverbreitung und die v\u00f6llige Abschaffung der Atomwaffen an und werden uns in der Weltgesellschaft verantwortlich daf\u00fcr einsetzen.<br \/>\nWir nehmen uns weiterhin zu Herzen, da\u00df im 20. Jahrhundert w\u00e4hrend des Krieges W\u00fcrde und Ehre vieler Frauen tief verletzt wurden. Eben deshalb m\u00f6chte unser Land ein Land sein, an das sich Frauen stets eng anlehnen k\u00f6nnen. Wir werden die Welt in dem Bestreben anf\u00fchren, da\u00df das 21. Jahrhundert ein Jahrhundert wird, in dem die Menschenrechte der Frauen nicht verletzt werden.<br \/>\nWir nehmen uns weiter zu Herzen, da\u00df die Einf\u00fchrung von Wirtschaftsbl\u00f6cken in der Vergangenheit zum Anla\u00df von Konflikten wurde. Deshalb setzt sich unser Land, ohne sich von den eigens\u00fcchtigen Interessen anderer L\u00e4nder leiten zu lassen, f\u00fcr die Entwicklung eines freien, gerechten und offenen internationalen Wirtschaftssystems ein, verst\u00e4rkt die Hilfe f\u00fcr die Entwicklungsl\u00e4nder und f\u00f6rdert den wachsenden Wohlstand der Welt. Denn der Wohlstand ist der Grundstein des Friedens. Wir treten der Armut, dem N\u00e4hrboden von Gewalt, entgegen und werden uns verst\u00e4rkt bem\u00fchen, den Menschen in aller Welt medizinische Versorgung und Bildung und die Chance zur Selbst\u00e4ndigkeit anzubieten.<br \/>\nWir nehmen uns weiter zu Herzen, da\u00df wir in der Vergangenheit zur Herausforderung f\u00fcr die internationale Ordnung geworden sind. Gerade deshalb sch\u00fctzt unser Land seine Grundwerte Freiheit, Demokratie und Menschenrechte unersch\u00fctterlich, reicht seine Hand jenen L\u00e4ndern, die diese Werte mit uns teilen, hi\u00dft die Flagge des \u201epositiven Pazifismus\u201c<a name=\"t5\"><a href=\"#f5\"><sup>5<\/sup><\/a><\/a> und leistet noch mehr als bisher seinen Beitrag f\u00fcr Frieden und Wohlstand in der Welt.<br \/>\nMit Blick auf den 80., 90. und 100. Jahrestag des Kriegsendes werden wir gemeinsam mit den B\u00fcrgern dieses Landes ein solches Japan aufbauen. Das ist unser Wille.<\/p>\n<p>14.8.2015<br \/>\nMinisterpr\u00e4sident Abe Shinz\u014d<\/p><\/blockquote>\n<p>Aus dem <a href=\"http:\/\/www.kantei.go.jp\/jp\/97_abe\/discource\/20150814danwa.html\">Japanischen<\/a> von Reinhard Z\u00f6llner<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/japan.kantei.go.jp\/97_abe\/statement\/201508\/0814statement.html\">Amtliche englische Version<\/a><\/p>\n<p><a href=\"?p=4857\">Kommentar von Reinhard Z\u00f6llner<\/a><\/p>\n<hr>\n<h5>Anmerkungen von Reinhard Z\u00f6llner<\/h5>\n<p><a name=\"f1\"><a href=\"#t1\"><sup>1<\/sup><\/a><\/a> 1904&#8211;1905. In diesem Krieg siegte Japan \u00fcber das zaristische Ru\u00dfland und gewann dadurch freie Hand f\u00fcr seine Herrschaft \u00fcber Korea und die Manjurei.<br \/>\n<a name=\"f2\"><a href=\"#t2\"><sup>2<\/sup><\/a><\/a> Gemeint ist wohl der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Briand-Kellogg-Pakt\">Kellogg-Briand-Pakt<\/a> von 1928, in dem Angriffskrieg f\u00fcr v\u00f6lkerrechtswidrig erkl\u00e4rt wurde. Japan ist ihm 1929 beigetreten.<br \/>\n<a name=\"f3\"><a href=\"#t3\"><sup>3<\/sup><\/a><\/a> Die Besetzung der Manjurei durch die zum Schutz der dortigen, in japanischem Besitz befindlichen Eisenbahn japanischen Armee 1931, der die Etablierung des de facto von Japan beherrschten Staates Manchukuo folgte. Japan verteidigte die Gr\u00fcndung Manchukuos unter Hinweis auf das Selbstbestimmungsrecht der V\u00f6lker. Der V\u00f6lkerbund verwarf diese Argumentation, worauf Japan seinen Austritt aus dem V\u00f6lkerbund ank\u00fcndigte.<br \/>\n<a name=\"f4\"><a href=\"#t4\"><sup>4<\/sup><\/a><\/a> <em>Hikiagesha<\/em> \u5f15\u304d\u63da\u3052\u8005. Japaner, die in den japanischen Kolonien und besetzten \u00dcberseegebieten siedelten und gem\u00e4\u00df dem Potsdamer Abkommen nach Japan zur\u00fcckkehren mu\u00dften.<br \/>\n<a name=\"f5\"><a href=\"#t5\"><sup>5<\/sup><\/a><\/a> <em>Sekkyoku heiwashugi<\/em> \u7a4d\u6975\u5e73\u548c\u4e3b\u7fa9. Eine Doktrin, mit welcher die Regierung Abe ihre Interpretation der japanischen Friedensverfassung begr\u00fcndet: Japan d\u00fcrfe sich nicht mehr damit begn\u00fcgen, selbst in Frieden zu leben, sondern m\u00fcsse aktiv dazu beitragen, Frieden in der Welt zu schaffen. Dazu geh\u00f6re die Beteiligung an Systemen kollektiver Sicherheit. Dieser Gedankengang entstand Anfang der 1990er Jahre, als Japan sich zum ersten Mal an friedensbewahrenden Operationen der Vereinten Nationen beteiligte, und st\u00fctzt sich auf eine Lesart der Pr\u00e4ambel der japanischen Verfassung. S. hierzu The Policy Council, The Japan Forum on International Relations, Inc.: <a href=\"http:\/\/www.jfir.or.jp\/e\/pr\/pdf\/37.pdf\">Positive Pacifism and Japan&#8217;s Course of Action<\/a>; Daisuke Akimoto: <a href=\"http:\/\/r-cube.ritsumei.ac.jp\/bitstream\/10367\/4539\/1\/RJAPS31-11-Akimoto.pdf\">The shift from negative pacifism to positive pacifism; Japan\u2019s contribution to peacekeeping in Cambodia<\/a>; Gavan McCormack: <a href=\"https:\/\/www.questia.com\/magazine\/1P3-3574993511\/japan-s-positive-pacifism-issues-of-historical\">Japan&#8217;s &#8222;Positive Pacifism&#8220;: Issues of Historical Memory in Contemporary Foreign Policy.<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>70 Jahre nach Kriegsende m\u00fcssen wir nach meiner \u00dcberzeugung in aller Ruhe einen Blick zur\u00fcck auf den Weg, der in den letzten Weltkrieg gef\u00fchrt hat, auf die Pfade nach dem Krieg, auf das Zeitalter des 20. 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