{"id":3290,"date":"2013-03-30T10:44:15","date_gmt":"2013-03-30T09:44:15","guid":{"rendered":"http:\/\/kotoba.japankunde.de\/?p=3290"},"modified":"2013-03-30T10:44:15","modified_gmt":"2013-03-30T09:44:15","slug":"geht-sudkorea-der-akw-brennstoff-aus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kotoba.japankunde.de\/?p=3290","title":{"rendered":"Geht S\u00fcdkorea der AKW-Brennstoff aus?"},"content":{"rendered":"<p>S\u00fcdkorea <a href=\"http:\/\/www.koreatimes.co.kr\/www\/news\/nation\/2010\/04\/116_64199.html\">verhandelt seit 2010<\/a> mit den USA \u00fcber eine Verl\u00e4ngerung des gemeinsamen Energieabkommens, das im M\u00e4rz 2014 ausl\u00e4uft. S\u00fcdkorea m\u00f6chte von den USA das Recht erhalten, den in seinen Atomkraftwerken produzierten radioaktiven Uranabfall selbst aufarbeiten zu k\u00f6nnen. Das bisherige Abkommen schlo\u00df dies bislang aus &#8212; haupts\u00e4chlich, weil die USA bef\u00fcrchten, da\u00df S\u00fcdkorea sonst eine eigene Atombombe entwickeln k\u00f6nnte. S\u00fcdkorea bestreitet solche Absichten und gibt vor, lediglich schwach radioaktiven Abfall zur Wiederverwendung in der Atomindustrie aufbereiten zu wollen. Die USA sperren sich hiergegen, und mit Blick auf die nordkoreanischen Entwicklungen ist auch unwahrscheinlich, da\u00df sie in dieser Frage einlenken. Sollte es bis Juni 2013 keine Einigung \u00fcber ein neues Abkommen geben, droht das Abkommen ersatzlos auszulaufen. Da S\u00fcdkorea keine eigenen Uranvorkommen besitzt, w\u00e4re damit die Versorgung der heimischen Kraftwerke ernsthaft gef\u00e4hrdet, schreibt die <a href=\"http:\/\/english.chosun.com\/site\/data\/html_dir\/2013\/03\/29\/2013032901011.html\">Chosun Ilbo<\/a>. Au\u00dferdem sind die koreanischen Zwischenlager f\u00fcr Atomm\u00fcll bereits zu <a href=\"http:\/\/www.stripes.com\/news\/pacific\/nuclear-waste-a-growing-headache-for-s-korea-1.213595\">mehr als 70 % angef\u00fcllt<\/a>. S\u00fcdkorea verbraucht j\u00e4hrlich etwa 4.000 Tonnen Uran. Seine Atomkraftwerke erzeugen etwa 40 % des im Inland verbrauchten Stromes. Das erste Endlager f\u00fcr schwach radioaktiven M\u00fcll wird 2014 in der N\u00e4he der historischen Stadt Kyeongju in Betrieb gehen, nachdem der lokale Widerstand dagegen durch nicht unerhebliche <a href=\"http:\/\/www.stripes.com\/news\/pacific\/nuclear-waste-a-growing-headache-for-s-korea-1.213595\">Geldzuwendungen und Investitionen<\/a> in Arbeitspl\u00e4tze \u00fcberwunden wurde. Es ist freilich v\u00f6llig ungewi\u00df, ob sich zus\u00e4tzliche Lagerkapazit\u00e4ten im Land finden und durchsetzen lassen werden. Die Atomindustrie setzt deshalb auf eine neuartige, jedoch noch nicht einsatzreife Technologie, mit deren Hilfe angeblich bis zu 95 % des radioaktiven M\u00fclls wiederaufbereitet werden k\u00f6nnen. Ohne eigene Wiederaufbereitungskapazit\u00e4ten lassen sich koreanische Atomkraftwerke allerdings auch nicht ins Ausland verkaufen, wie die franz\u00f6sische und japanische Konkurrenz bereits erfahren hat. Potentielle Abnehmer s\u00fcdkoreanischer Atomkraftwerke sind <a href=\"http:\/\/nwww.koreaherald.com\/view.php?ud=20110725000657\">Indien<\/a>, mit dem S\u00fcdkorea 2011 ein entsprechendes Abkommen vereinbart hat, und die Vereinten Arabischen Emirate. Alle diese Pl\u00e4ne drohen zu scheitern, falls die USA aus globalstrategischen Gr\u00fcnden bei ihrem Nein bleiben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>S\u00fcdkorea verhandelt seit 2010 mit den USA \u00fcber eine Verl\u00e4ngerung des gemeinsamen Energieabkommens, das im M\u00e4rz 2014 ausl\u00e4uft. S\u00fcdkorea m\u00f6chte von den USA das Recht erhalten, den in seinen Atomkraftwerken produzierten radioaktiven Uranabfall selbst aufarbeiten zu k\u00f6nnen. Das bisherige Abkommen schlo\u00df dies bislang aus &#8212; haupts\u00e4chlich, weil die USA bef\u00fcrchten, da\u00df S\u00fcdkorea sonst eine eigene Atombombe entwickeln k\u00f6nnte. S\u00fcdkorea bestreitet solche Absichten und gibt vor, lediglich schwach radioaktiven Abfall zur Wiederverwendung in der Atomindustrie aufbereiten zu wollen. Die USA sperren sich hiergegen, und mit Blick auf die nordkoreanischen Entwicklungen ist [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":49,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"fifu_image_url":"","fifu_image_alt":"","footnotes":""},"categories":[5,9,126],"tags":[487,232],"class_list":{"0":"post-3290","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","6":"category-diplomatie","7":"category-korea","8":"category-wirtschaft","9":"tag-atomkraftwerke","10":"tag-usa","11":"bnp_pattern1","12":"cat-5-id","13":"cat-9-id","14":"cat-126-id"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kotoba.japankunde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3290","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kotoba.japankunde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kotoba.japankunde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kotoba.japankunde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/49"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kotoba.japankunde.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3290"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/kotoba.japankunde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3290\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3291,"href":"https:\/\/kotoba.japankunde.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/3290\/revisions\/3291"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kotoba.japankunde.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3290"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kotoba.japankunde.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=3290"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kotoba.japankunde.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=3290"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}