{"id":1592,"date":"2011-02-10T07:13:44","date_gmt":"2011-02-10T06:13:44","guid":{"rendered":"http:\/\/kotoba.japankunde.de\/?p=1592"},"modified":"2011-02-10T07:13:44","modified_gmt":"2011-02-10T06:13:44","slug":"panasonic-goes-mac","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kotoba.japankunde.de\/?p=1592","title":{"rendered":"Panasonic Goes Mac"},"content":{"rendered":"<p>Oft auf Reisen und angewiesen auf einen leichten, aber robusten Laptop zum Arbeiten zwischendurch, hatte ich in Japan Bekanntschaft mit Panasonics &#8222;Let&#8217;s Note&#8220;-Serie gemacht, auch bekannt als Toughbook. Die Ger\u00e4te sind kompakt, besitzen einen 12-Zoll-Monitor, wiegen knapp ein Kilo, besitzen ein sto\u00df- und kratzfestes Aluminium-Geh\u00e4use und stehen in dem Ruf, unzerst\u00f6rbar zu sein. Sie brauchen keine K\u00fchlung und sind deshalb fl\u00fcsterleise. Au\u00dfer dem Tastaturger\u00e4usch h\u00f6rt man gar nichts. Und die Batterie (wenn sie neu ist) h\u00e4lt mehr als 6 Stunden. Nicht zuletzt deswegen sieht man sie als Standard-Laptop an zahlreichen japanischen Universit\u00e4ten. 2009 entschied sich sogar der Deutsche Bundestag, sie in gro\u00dfer St\u00fcckzahl zu beschaffen.<\/p>\n<p>Neu sind sie allerdings recht teuer. Aber der Gebrauchtger\u00e4temarkt gibt einiges her. Zun\u00e4chst besorgte ich mir in Akihabara einen CF-W2 f\u00fcr damals etwa 50.000 Yen. Die W2-Ger\u00e4te besitzen ein DVD-Laufwerk, das auch CDs beschreiben kann (neuere Modelle k\u00f6nnen auch DVDs schreiben). Das ist f\u00fcr mich recht wichtig, denn ab und an will man bei Vortr\u00e4gen oder im Unterricht auch mal ein Filmchen pr\u00e4sentieren.<\/p>\n<p>Vor ziemlich genau drei Jahren habe ich in Deutschland dann einen CF-W4 erstanden &#8212; f\u00fcr 700 Euro. Praktisch ein Neuger\u00e4t. Er gefiel mir auf Anhieb sehr gut, mit einer gravierenden Ausnahme: Die Panasonics laufen alle unter Windows. Als eingefleischtem Macianer war mir das nicht so lieb, aber ich habe versucht, mit System-Tuning (daf\u00fcr gibt es recht ausgefeilte Tricks) und unter Verwendung von Software, die auf beiden Systemen l\u00e4uft (zum Gl\u00fcck sind die wichtigsten Anwendungen inzwischen in beiden Welten zu haben), einen Kompromi\u00df herzustellen.<\/p>\n<p>Letztes Jahr habe ich dann noch einmal 300 Euro investiert f\u00fcr eine 64-GB-SDD (also eine Solid-State-Festplatte, die deutlich weniger Strom verbraucht und dadurch f\u00fcr l\u00e4ngere Batterielaufzeiten sorgt).<\/p>\n<p>Aber irgendwann reichte es mir. Genauer gesagt: Seit ich mein iPad habe, das noch weniger als ein Toughbook wiegt und fast genauso viel kann &#8230; Und so stand mein Panasonic wochenlang unbenutzt herum.<\/p>\n<p>Bis ich meiner Frau ein Macbook Air schenkte und installierte und bei der Installation von OSX 10.6 auf die Idee kam, doch einmal herumzugoogeln, was f\u00fcr M\u00f6glichkeiten es g\u00e4be, auch auf einem Panasonic OSX zu installieren &#8230;<\/p>\n<p>Und ich fand nichts, was mich dazu ermutigt h\u00e4tte, es mit einem CF-W4 zu versuchen. Ein paar Hinweise in japanischen Foren, aber die endeten alle in: K\u00f6nnte gehen &#8230; geht aber nicht wirklich &#8230;<\/p>\n<p>Nichts Definitives. Da ich das Ger\u00e4t aber eigentlich nur noch ausschlachten wollte (wenigstens die Festplatte konnte ich ja noch ganz gut gebrauchen) und mir alles andere egal war, habe ich es schlicht und einfach versucht.<\/p>\n<p>Das Ergebnis: Ein hervorragend funktionierender, stabil unter OSX 10.5.8 laufender Panasonic, auf dem zu arbeiten endlich wieder Spa\u00df macht. Ich nenne ihn &#8222;PanaMac&#8220;.<\/p>\n<p>Was ich au\u00dfer einer Standard-OSX-Version brauchte, waren ein Bootlader (ich habe zun\u00e4chst den von iPC f\u00fcr 10.5.6 benutzt und nach einigem Probieren dann iDeneb f\u00fcr 10.5.8) und einige Systemerweiterungen (.kext) f\u00fcr die Grafik (Intel GMA900 wird von Apple an sich nicht unterst\u00fctzt, l\u00e4uft aber gro\u00dfartig), den Ton (AC97) und das eingebaute LAN (Realtek) sowie die PCMCIA-Karte. Das DVD-Laufwerk funktioniert ohne weiteres (Lesen und Brennen). Um die Helligkeit des Monitors kontrollieren zu k\u00f6nnen, habe ich das (kostenlose) Shades installiert.<\/p>\n<p>Was nicht funktioniert hat, ist das interne WiFi von Ricoh, das aber ohnehin technisch veraltet ist. Statt dessen habe ich mir ein preiswertes USB-Wifi von Skylink besorgt, das mit einem Logitec-Treiber geliefert wird und wunderbar funktioniert. Im CF-W4 gibt es kein eingebautes Bluetooth, aber auch daf\u00fcr gibt es USB-L\u00f6sungen: ein billiges PCL-Modem mit niedrigem Stromverbrauch. Dazu noch eine Webcam von Elecom (das CF-W4 besitzt auch keine eingebaute Kamera), die auch gleich mit einem Headset geliefert wird (denn ein eingebautes Mikrofon gibt es im CF-W4 auch nicht). Damit funktionieren Skype, PhotoBooth, QuickTime usw. allesamt ohne jedes Problem. \u00dcbrigens funktioniert zum Telefonieren \u00fcber Skype auch ein USB-Telefonh\u00f6rer, den ich f\u00fcr 200 Yen in Akihabara erstanden habe. Das ist deutlich bequemer als ein Kopfh\u00f6rer.<\/p>\n<p>Drucker m\u00fcssen nachinstalliert werden, laufen aber v\u00f6llig problemlos.<\/p>\n<p>S\u00e4mtliche Software, die mit 10.5.8 kompatibel ist, funktioniert prima, stabil und schnell &#8212; mit Ausnahme solcher Programme, die auf JAVA angewiesen sind. Einige davon funktionieren durchaus (Komodo Edit), andere &#8212; wie muCommander, den ich eigentlich sehr sch\u00e4tze &#8212; starten nicht einmal. Warum, wei\u00df ich nicht. Ich habe alle m\u00f6glichen Java-Updates von Apple installiert, aber hier komme ich nicht weiter. Ist auch nicht so schlimm, denn daf\u00fcr gibt es Alternativen. Java-Programme hatte ich eigentlich nur verwendet, weil sie unabh\u00e4ngig vom Betriebssystem sind. Aber diese Notwendigkeit ist ja nun entfallen!<\/p>\n<p>Alles in allem l\u00e4uft der PanaMac deutlich angenehmer, schneller (Bootzeit: weniger als 30 Sekunden; Shutdown: 6 Sekunden! Das schafft kaum ein Mac!), \u00e4sthetischer als je zuvor. Das war nun wirklich eine lohnende Investition.<\/p>\n<p>Ein paar Fotos k\u00f6nnen zeigen, wie das Ganze nun aussieht &#8230;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/57787149@N05\/5432681912\/\"><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm6.static.flickr.com\/5060\/5432681912_a928fa5953_m.jpg\" height=\"240\" width=\"211\" alt=\"AboutThisMac\" \/><\/noscript><img decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg'%20viewBox='0%200%20211%20240'%3E%3C\/svg%3E\" data-src=\"http:\/\/farm6.static.flickr.com\/5060\/5432681912_a928fa5953_m.jpg\" height=\"240\" width=\"211\" alt=\"AboutThisMac\" \/class=\"lozad\" \/><\/a><\/p>\n<p>Dies meldet der System-Profiler &#8212; ein wenig ahnungslos, denn der Prozessor ist nicht &#8222;unbekannt&#8220;, sondern ein Intel Pentium M 753. Damit hat Apple nie gerechnet &#8230;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/57787149@N05\/5432092811\/\"><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm6.static.flickr.com\/5097\/5432092811_2a1af487fd_m.jpg\" height=\"183\" width=\"240\" alt=\"OSx86 im Finder\" \/><\/noscript><img decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg'%20viewBox='0%200%20240%20183'%3E%3C\/svg%3E\" data-src=\"http:\/\/farm6.static.flickr.com\/5097\/5432092811_2a1af487fd_m.jpg\" height=\"183\" width=\"240\" alt=\"OSx86 im Finder\" \/class=\"lozad\" \/><\/a><\/p>\n<p>M\u00f6glich wird dies durch die Verwendung von Patches und Erweiterungen, die das Original-OSX ein wenig aufpeppen. Der Aufwand h\u00e4lt sich aber sehr in Grenzen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/57787149@N05\/5432727266\/\"><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm6.static.flickr.com\/5051\/5432727266_33c65af3bf_m.jpg\" height=\"180\" width=\"240\" alt=\"Fullscreen\" \/><\/noscript><img decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg'%20viewBox='0%200%20240%20180'%3E%3C\/svg%3E\" data-src=\"http:\/\/farm6.static.flickr.com\/5051\/5432727266_33c65af3bf_m.jpg\" height=\"180\" width=\"240\" alt=\"Fullscreen\" \/class=\"lozad\" \/><\/a><\/p>\n<p>Und so l\u00e4uft dann z.B. Keynote auf einem CF-W4!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/57787149@N05\/5432738476\/\"><noscript><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/farm5.static.flickr.com\/4113\/5432738476_2ac8cd052f_m.jpg\" height=\"146\" width=\"240\" alt=\"Shades\" \/><\/noscript><img decoding=\"async\" src=\"data:image\/svg+xml,%3Csvg%20xmlns='http:\/\/www.w3.org\/2000\/svg'%20viewBox='0%200%20240%20146'%3E%3C\/svg%3E\" data-src=\"http:\/\/farm5.static.flickr.com\/4113\/5432738476_2ac8cd052f_m.jpg\" height=\"146\" width=\"240\" alt=\"Shades\" \/class=\"lozad\" \/><\/a><\/p>\n<p>Vergleichsweise sind die Werte gar nicht so schlecht &#8212; etwas besser als auf einem (alten) MacMini. Die Grafikkarte schl\u00e4gt sich hervorragend, und dank der SSD sind auch die Zugriffszeiten auf die Festplatte exzellent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Oft auf Reisen und angewiesen auf einen leichten, aber robusten Laptop zum Arbeiten zwischendurch, hatte ich in Japan Bekanntschaft mit Panasonics &#8222;Let&#8217;s Note&#8220;-Serie gemacht, auch bekannt als Toughbook. Die Ger\u00e4te sind kompakt, besitzen einen 12-Zoll-Monitor, wiegen knapp ein Kilo, besitzen ein sto\u00df- und kratzfestes Aluminium-Geh\u00e4use und stehen in dem Ruf, unzerst\u00f6rbar zu sein. Sie brauchen keine K\u00fchlung und sind deshalb fl\u00fcsterleise. Au\u00dfer dem Tastaturger\u00e4usch h\u00f6rt man gar nichts. Und die Batterie (wenn sie neu ist) h\u00e4lt mehr als 6 Stunden. 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