{"id":1295,"date":"2010-02-01T01:25:53","date_gmt":"2010-02-01T00:25:53","guid":{"rendered":"http:\/\/kotoba.japankunde.de\/?p=1295"},"modified":"2010-02-18T17:45:44","modified_gmt":"2010-02-18T16:45:44","slug":"japan-und-china-veroffentlichen-gemeinsamen-bericht-zu-historischen-problemen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kotoba.japankunde.de\/?p=1295","title":{"rendered":"Japan und China ver\u00f6ffentlichen gemeinsamen Bericht zu historischen Problemen"},"content":{"rendered":"<p>Der 2006 zur Verbesserung der chinesisch-japanischen Beziehungen von beiden Regierungen ins Leben gerufene Gemeinsame Forschungsausschu\u00df f\u00fcr die Geschichte Japans und Chinas (Nitch\u016b Rekishi Ky\u014dd\u014d Kenky\u016b Iinkai \u65e5\u4e2d\u6b74\u53f2\u5171\u540c\u7814\u7a76\u59d4\u54e1\u4f1a) hat am 31.1. seinen Abschlu\u00dfbericht vorgelegt, der auf der <a href=\"http:\/\/www.mofa.go.jp\/mofaj\/area\/china\/rekishi_kk.html\">Homepage des japanischen Au\u00dfenministeriums<\/a> ver\u00f6ffentlicht wurde; es ist eine Sammlung von Aufs\u00e4tzen auf japanisch (305 Seiten) und chinesisch (216 Seiten) (hinzu kommt ein 11 Seiten starkes Vorwort und Inhaltsverzeichnis. F\u00fchrende Historiker beider L\u00e4nder behandeln hier jeweils aus ihrer Sicht die chinesisch-japanische Geschichte seit dem Altertum. Meinungsunterschiede werden hierbei klar ausgesprochen. Dabei berufen sich die Historiker gleich am Anfang der Publikation auf die deutsch-amerikanische Politologin Hannah Arendt: zum richtigen Verst\u00e4ndnis der gegenseitigen Geschichte sei es wichtig, die eigene Meinung und die der anderen zu respektieren.<br \/>\nVon den Medien am meisten beachtet wurde naturgem\u00e4\u00df zun\u00e4chst die j\u00fcngste Vergangenheit: die Interpretation des zweiten chinesisch-japanischen Krieges mit Nanjing-Massaker usw. Der japanische Beitrag hierzu stammt von Hatano Sumio \u6ce2\u591a\u91ce\u6f84\u96c4 und enth\u00e4lt wenig \u00dcberraschendes. Die Zahl der Opfer setzten japanische Forscher zwischen 20.000 und 200.000 an, die Chinesen sprechen hier von 190.000 bis mehr als 300.000. Das war vorher schon bekannt.<br \/>\nEs w\u00e4re wohl zu viel von der Arbeitsgruppe erwartet gewesen, ein wirklich gemeinsames Verst\u00e4ndnis der Geschichte zu entwickeln. Daf\u00fcr war die Zeit zu knapp, und auch die politischen Vorgaben beider Seiten lassen sich nicht so einfach harmonisieren. Immerhin redet man miteinander und besch\u00e4ftigt sich wenigstens mit den Argumenten der anderen. Das ist schon ein Luxus. Als am 31. NHK den Bericht vorstellte und dabei auch auf die japanische Auffassung des Ti\u00e4nanm\u00ebn-Zwischenfalls von 1989 zu sprechen kam, <a href=\"http:\/\/search.japantimes.co.jp\/rss\/nn20100201a1.html?utm_source=feedburner&#038;utm_medium=feed&#038;utm_campaign=Feed%3A+japantimes_news+%28The+Japan+Times+Headline+News+-+News+%26+Business%29\">fiel der NHK-Empfang in China \u00fcberraschend f\u00fcr etliche Sekunden aus<\/a>. So weit soll die V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung offensichtlich denn doch nicht gehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der 2006 zur Verbesserung der chinesisch-japanischen Beziehungen von beiden Regierungen ins Leben gerufene Gemeinsame Forschungsausschu\u00df f\u00fcr die Geschichte Japans und Chinas (Nitch\u016b Rekishi Ky\u014dd\u014d Kenky\u016b Iinkai \u65e5\u4e2d\u6b74\u53f2\u5171\u540c\u7814\u7a76\u59d4\u54e1\u4f1a) hat am 31.1. seinen Abschlu\u00dfbericht vorgelegt, der auf der Homepage des japanischen Au\u00dfenministeriums ver\u00f6ffentlicht wurde; es ist eine Sammlung von Aufs\u00e4tzen auf japanisch (305 Seiten) und chinesisch (216 Seiten) (hinzu kommt ein 11 Seiten starkes Vorwort und Inhaltsverzeichnis. F\u00fchrende Historiker beider L\u00e4nder behandeln hier jeweils aus ihrer Sicht die chinesisch-japanische Geschichte seit dem Altertum. Meinungsunterschiede werden hierbei klar ausgesprochen. 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