Das Magazin „National Geographic“ hat in seiner Ausgabe vom Februar 2008 einen hübschen Artikel mit wunderbaren Fotografien über die berühmte Reise des Haiku-Dichters Matsuo Bashō 松尾芭蕉 von 1689 in den japanischen Nordosten. Der Artikel „On the Trail of A Ghost“ von Howard Norman und die dazugehörige Fotogalerie von Michael Yamashita können auch online betrachtet werden. Im Magazin ist auf Seite 145 ein interessanter Fehler vorhanden: In der Kalligraphie, die eines der berühmtesten Bashō-Gedichte wiedergibt —

furuike ya kawazu tobikomu mizu no oto
古池や蛙飛び込む水の音

— fehlt ausgerechnet das Subjekt, also der Frosch (die Frösche?). So kann sich jetzt jeder selbst ausdenken, was da wohl ins Wasser springt: Menschen? Meerjungfrauen? Kreative Poesie …
Wenn man übrigens mit ATOK 2007 (dem derzeit aktuellen, besten Eingabesystem für japanische Spracheingabe am Computer) das Gedicht in einem Zug eingeben will und die Umwandlungstaste drückt, kommt Folgendes heraus:

古池や買わず飛び込む水の音

Ein Klassiker als Verschreiber.