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Seltenes Filmdokument mit „Trostfrauen“ gefunden

Von koreanischen Forschern sind am 4. Juli Filmaufnahmen von „Trostfrauen“ (Frauen, die während des Zweiten Weltkriegs für die japanische Armee als Prostituierte dienen mußten) vorgestellt worden. Sie stammen vom 8. September 1944 und wurden von der US-amerikanischen Armee in Yünnan (China) hergestellt. Der 18-sekündige Clip zeigt sieben (der Kleidung nach wahrscheinlich koreanische) Frauen im Gespräch mit einem Offizier der Armee der chinesischen Nationalisten, mit denen die USA verbündet waren. Nach einer dreimonatigen, blutigen Schlacht war es den chinesischen Truppen am 7. September gelungen, eine japanische Stellung in Songshan 松山 zu erobern. Von der japanischen Besatzung überlebten wohl nur sieben Soldaten. Viele verübten angesichts der Niederlage Selbstmord, darunter auch etwa 12 „Trostfrauen“. Eine kleine Zahl — bis zu 10 — „Trostfrauen“ wurden jedoch gerettet.
Offenbar handelt es sich bei den Frauen im Film um diese Überlebenden.
Ein Forschungsteam der Universität Seoul fand diese seltene Bildquelle nun im US-Nationalarchiv. Der Clip wurde am 5.7.2017 auf Youtube veröffentlicht und wurde binnen 48 Stunden bereits mehr als 1,5 Mio. Mal angeklickt.
Aus amerikanischen und britisch-australischen Militärarchiven sind allerdings bereits früher Filmaufnahmen von „Trostfrauen“ bekanntgeworden.

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