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„Die Welt ist zerbrochen“: Ai Weiwei zur Flüchtlingskrise

Der chinesische Künstler Ai Weiwei 艾未未 hat sich bei dem Besuch eines Flüchtlingslagers in in Kenia in einem Fernsehinterview der britischen BBC zur gegenwärtigen Flüchtlingskrise geäußert.
Er sei selbst in einem solchen Lager aufgewachsen und wisse, daß die Menschen dort unsere Hilfe bräuchten. Es koste alle Seiten zu viel, einfach wegzusehen. Überall stelle man die Menschen, die dort um ihre Überleben kämpften, als fremd, gefährlich oder andersartig dar. Das zeige, wie „zerbrochen“ die heutige Welt sei. Wörtlich sagte er:

Tragisch sind nicht nur die Menschen, die ihr Leben verloren haben.
Tragisch sind die Menschen in den sehr reichen Nationen, die ihre Menschlichkeit verloren haben.

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Autor: Reinhard Zöllner

Geb. 1961. Historiker und Japanologe. Seit 2008 Professor an der Abteilung für Japanologie und Koreanistik der Universität Bonn.

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