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Serie schwerer Erdbeben in Kumamoto

Eine Serie schwerer Erdbeben hat am 14.4. die Präfektur Kumamoto 熊本 und die umgebenden Regionen der Insel Kyūshū 九州 erschüttert. Sie begann um 21:26 Uhr mit einem Erdbebenstoß der extrem starken Intensität 7; es folgten im Verlaufe der nächsten Stunden mehrere Beben, die bis zur Intensitätsstufe 6+ reichten und damit weit jenseits des Alltäglichen lagen. In ersten Meldungen war von 12 Verletzten und etwa 20 beschädigten Häusern die Rede, doch rechnen Erdbebenforscher für die kommenden Tage mit weiteren schweren Nachbeben. Experten führen die Beben auf die Bewegung zweiter geologischer Verwerfungen in dieser Gegend zurück. Mit einem Tsunami wird nicht gerechnet.

9 Tote, 900 Verletzte

Am 25.4. wurde die Zahl der Opfer bei diesen Beben auf 9 Tote und etwas weniger als 900 Verletzte korrigiert. 40.000 Menschen wurden evakuiert; viele fanden in den offiziellen Notunterkünften (oft Schulgebäuden) Zuflucht. In manchen Gegenden fielen Strom und Zugverbindungen aus. Die Selbstverteidigungsstreitkräfte begannen mit der Einrichtung von Feldküchen zur Versorgung der lokalen Bevölkerung.

Bonner Studierende wohlauf

Die vier Studierenden der Universität Bonn, die sich zur Zeit als Austauschstudenten an der Universität Kumamoto aufhalten, sind nach Angaben ihrer Gastuniversität unverletzt geblieben.

Autor: Reinhard Zöllner

Geb. 1961. Historiker und Japanologe. Seit 2008 Professor an der Abteilung für Japanologie und Koreanistik der Universität Bonn.

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