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Japan warnt China wegen neuer Luftverteidigungs-Zone

Nachdem das chinesische Verteidigungsministerium einseitig mit Wirkung vom 23.11.2013 eine „Identifikationszone zur Luftverteidigung im Ostchinesischen Meer“ (Tōkai bōkū shikibetsuku 東海防空識別区) festgelegt hat, welche das zwischen Japan, der VR China und Taiwan umstrittene Gebiet der Senkaku-Inseln 尖閣諸島 einschließt und deren Überfliegen durch ausländische Flugzeuge zuvor bei chinesischen Behörden angekündigt und legitimiert werden soll, hat Japans Außenminister Kishida vor der „Gefahr unerwarteter Situationen“ gewarnt. Japan hat gegen diese chinesische Ankündigung bereits offiziellen Protest eingelegt. Auch US-Außenminister Kerry zeigte sich „tief besorgt“ und forderte China auf, die angekündigten Zwangsmaßnahmen gegen Flugzeuge, die sich an die chinesischen Regeln nicht hielten, nicht durchzusetzen. Man werde mit Japan und anderen betroffenen Staaten über weitere Schritte beraten. Auch Taiwan hat gegen Chinas Ankündigung protestiert. Aus Südkorea liegt noch keine offizielle Stellungnahme vor.
China verlangt, daß ausländische Flugzeuge in dieser Zone ihren Flugplan dem chinesischen Außenministerium mitteilen, sich durch Funk, Transponder und nationales Kennzeichen ausweisen und den Anordnungen des chinesischen Verteidigungsministeriums Folge leisten sollen. Widrigenfalls würden „defensive Notmaßnahmen“ ergriffen.

Chinas neue Identifikationszone

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