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Holz aus dem Nordosten wird nicht verbrannt

Mitte August werden in Kyoto und Umgebung traditionell auf den Hügeln große Feuer in Form glückverheißender Schriftzeichen entzündet. Nach längerem Hin und Her wird dabei aber in diesem Jahr kein Holz aus dem Katastrophengebiet im Nordosten Japans verbrannt. Zunächst hatte man Feuerholz aus Rikuzentakata bestellt und verbrannt. Eine neue Fuhre von dort, die am 16. August entzündet werden sollte, entpuppte sich aber als belastet mit Cäsium 134 (542 Bq/kg) und Cäsium 137 (588 Bq/kg), weshalb man in Kyoto schweren Herzens und zur Enttäuschung der Menschen in Rikuzentakata auf seine Verwendung verzichtete.

Autor: Reinhard Zöllner

Geb. 1961. Historiker und Japanologe. Seit 2008 Professor an der Abteilung für Japanologie und Koreanistik der Universität Bonn.

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