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Japan führt im Judo, ohne zu dominieren

Das olympische Judo-Turnier in Beijing nahm einen merkwürdigen Verlauf: Keine Nation erwies sich als wirklich dominant. Bei Männern wie Frauen konnten sich Japaner nur in zwei von sieben Gewichtsklassen durchsetzen (und gewannen bei den Männern überhaupt nur zwei Medaillen!). China glänzte nur im Frauenbereich, wo es dreimal Gold eroberte. Kuba (mit immerhin 6 Medaillengewinnern!), Frankreich, Nordkorea und die Niederlande landeten nur auf den Plätzen zwei und drei. Ansonsten war das Bild sehr gemischt und zeigte (positiv gesehen), wie sehr Judo ein internationaler Sport geworden ist.

Länderwertung:

Medaille Gold Silber Bronze Ergebnis Anteil
Wichtung (4) (2) (1) (112) (100%)
Japan 4 1 2 20 18%
China 3 1 13 12%
Südkorea 1 2 1 9 8%
Kuba 3 3 9 8%
Frankreich 2 2 6 5%
Niederlande 1 4 6 5%
Aserbeidschan 1 1 5 4%
Deutschland, Georgien, Italien, Mongolei, Rumänien 1 4 4%
Nordkorea 1 2 4 4%
Algerien, Usbekistan 1 1 3 3%
Brasilien 3 3 3%
Kasachstan, Österreich 1 2 2%
Ägypten, Argentinien, Schweiz, Slowenien, Tajikistan, Ukraine, USA 1 1 1%

Autor: Reinhard Zöllner

Geb. 1961. Historiker und Japanologe. Seit 2008 Professor an der Abteilung für Japanologie und Koreanistik der Universität Bonn.

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