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Fusion II: Japan in Korea

Das „Hanyang University Amateur Orchestra“ in Seoul kündigte im März 2008 ihr Konzert mit einem wunderschönen Plakat an — ein Hingucker für Sprach-Ästheten:
Hanaklang
Der Titel des Konzerts lautet „Hanaklang“. Auf den ersten Blick ein koreanisch-deutsches Kompositum: hana bedeutet auf koreanisch „eins“. Demnach wäre „Einklang“ gemeint.
Das Plakatbild weist aber in noch eine andere Richtung: Die Blumen wecken Assoziationen an das japanische Wort hana, „Blume, Blüte“. Meine koreanischen Gewährsleute haben keinen Zweifel, daß das beabsichtigt ist und hier tatsächlich ein dreisprachiges Kunstwort vorliegt.

Autor: Reinhard Zöllner

Geb. 1961. Historiker und Japanologe. Seit 2008 Professor an der Abteilung für Japanologie und Koreanistik der Universität Bonn.

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