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Kanō Jigorō und das Erbarmen

Seit sechs Wochen warte ich auf Antwort von einem Mitarbeiter der Verwaltung meiner Universität. Ich habe ihn wegen eines die Studenten betreffenden, dringenden Problems um einen Termin gebeten. Nach vier Wochen habe ich meine Bitte wiederholt. Er hat bis heute … Weiterlesen

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Ich glaube, internationale Erfahrung befruchtet, und würde jedem Forscher raten, sich mal woanders anzugucken, wie die Dinge so laufen. In Japan z.B. ist die Lage zur Zeit so, dass kaum jemand sich mehr traut, ins Ausland zum Postdoc zu gehen — und seitdem das so ist (seit etwa zehn Jahren), hat sich die japanische Wissenschaft meiner Auffassung nach enorm verschlechtert.

(Thomas Südhof, Professsor für Neurowissenschaften an der Stanford University, Nobelpreisträger für Medizin 2013, zit. in Forschung und Lehre 12/2013, S. 982)

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Mit einem ewigen Problem der Produktion von Wissen und ihrer Vermarktung beschäftigt sich heute die Comic-Figur Dilbert. Er ist gerade mit einer Patentschrift beschäftigt. Sein Chef fordert ihn dazu auf, den Namen des Chefs als ersten Verfasser zu nennen.

Dilbert schreibt eine Patentschrift

Mindestens so interessant wie den Comic Strip fand ich den Kommentar eines indischen Lesers namens Moorkhjee dazu:

In the lab where I worked, a lower rank scientist Mr. O, wrote up a research paper and gave it to his superior, Dr „A“, for onward transmission to a journal. Dr. A added his name as an author, and gave it to the next higher boss, B, who added his name also. … The process went on till it reached the top boss G, who added his name and then decided to do a favour to one of the virtually moribund old-timers in the lab, on the verge of retirement („superannuation“ in Indian officialese), and added his name also. Then Professor G thought there were too many authors in the paper, and removed Mr. O’s name.

Doch, ja, das kann passieren …

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Arbeiter im AKW Fukushima I stirbt an Leukämie

Am 30. August wurde bekannt, daß ein im AKW Fukushima I eingesetzter Arbeiter, dessen Alter mit über 40 angegeben wird, an Leukämie verstorben ist. Allerdings bestreitet Tepco, daß der Blutkrebs im Zusammenhang mit seiner Arbeit dort stehen kann. Der Mann … Weiterlesen

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Foxconn-Selbstmordserie: Apple & Co. droht Imageschaden

Tänzer, Sänger, Sportlehrer und buddhistische Mönche hat Taiwans größtes privates Unternehmen Hon Hai Precision Industry / Foxconn 富士康 aufgeboten, um eine Serie von Selbstmorden in seiner 420.000-Mann-Produktionsstätte in der volksrepublikanischen 12-Millionen-Stadt Shenzhen 深圳 zu stoppen. Bisher sind in diesem Jahr … Weiterlesen

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Dienst und Leistung

Japans Dienstleistungsgesellschaft! Nach wie vor des Landes größtes Kapital. 10 Tage nach dem Einkauf will ich einen Elektronikartikel bei Big Kamera zurückgeben. Der Verkäufer fragt freundlich nach dem Grund, akzeptiert ihn und beginnt mit der Rücknahmeprozedur. Die Kreditkarte, mit der … Weiterlesen